fantasyy factoryy
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Reviews - Paintings From Inner Space
Metal District

Die unverwüstliche und daueraktive deutsche Psychedelictruppe Fantasyy Factoryy, mittlerweile wohl von legendärem Status, hat erneut zugeschlagen und neben diversen Samplerbeiträgen ein neues Studiolangeisen eingeholzt. Und was für eines.

Mastermind Alan Tepper arbeitete ein Konzept aus, welches die abstrakte und nicht wenig psychedelische Malerei des Künstlers Helmut Wenske, einem absoluten Rock'n'Roller des Pinselstrichs und die sehr farbenfrohe, packende, vor allem aber hypnotische Rockmusik von FANTASYY FACTORYY in Einklang bringt, sie verschmelzen lässt. Ein großes Unternehmen, welches in der heutigen, von Konsumdenken und Plastiksklaven regierten Musikwelt sehr selten geworden und damit umso großartiger ist. Man lässt sich von der Musik verführen, während man in die Bilderwelt Helmut Wenskes eintaucht, der u.a. in den 70ern das Cover der STEEL MILL LP "Green eyed god" entworfen hat und man verliert sich darin sehr rasch, wird jedoch immer wieder von Alan und seinen Spielgefährten zurückgeholt.

Mir liegt hier eine LP in schönem Klappcover vor, die von vorne bis hinten mit den Werken Wenskes geschmückt ist. Poster und Textblatt sind ebenso vorhanden wie Liner Notes Alans auf Deutsch und Englisch. Die Produktion ist übrigens ausgezeichnet. Einerseits lebendig und warm, sehr authentisch, dennoch transparent und kraftvoll. Widmen wir uns nun der Musik.

Eine cleane Gitarrenlinie mit trippig - hypnotischem Anschlag, betörend groovige und doch zurückhaltende Rhythmen und Alans mehr gehauchter denn vollmundig intonierter Gesang bilden das Grundgerüst für den Song "Escape" und die Melodien, besonders die beschwörende, wenngleich geradlinig simple Basslinie laden dazu ein, sich in die Luft zu erheben und davonzufliegen. Die Melodie ist so bezaubernd und intensiv, sie sondert einen betäubenden Blütenduft ab, als lustwandelte man in einem wundervollen Garten, nur daß dieser rein aus Noten und Rhythmen besteht. Soliert wird hier mal clean mit Wahwah Effekten, dann zum Ende des Songs hin mit leichter Zerre und hardrockigem Unterton.

Kraftvoll beginnt "Traveller", bevor es in einen atmosphärischen, melancholiegetriebenen Rocksong umschlägt, immer wieder im Refrain von wilden Eruptionen aus seiner Lethargie gerissen. Alans emotionsgeladene Soli umspinnen Dich, ziehen Dich unweigerlich mit sich, tiefer und tiefer hinein in die spirituelle Welt, die sich aus Helmut Wenskes und Alan Teppers Kreativität zusammensetzt.

Zwischen "Traveller" und "Demon Lover" gibt es ein kleines instrumentales Interludium im Psychedelicstil der späten Sechziger, wo sich Alan an der Leadgitarre austobt, während seine Mitstreiter einen monotonen, sich in Deine Psyche bohrenden Rhythmusteppich liefern. Triprock pur! Ein Titel ist mir hierfür nicht bekannt, aber das ist okay.

Wilder, leidenschaftlicher Hardrock und damit eines der Trademarks von FANTASYY FACTORYY erwartet uns dann mit "Demon Lover (The Abyss of your Mind)". Die Gitarre attackiert Dich unaufhaltsam mit ebenso feurigen wie eingängigen Riffs und vollkommen entfesselten Leads, an einigen Stellen wird der Song kurz von einem betörenden psychedelischen Part unterbrochen, dann ein Wahwah Solo abgefeuert und nochmals dieser Psychedelicpart eingeschoben, bevor es FANTASYY FACTORYY wieder krachen lassen und Alan sich im zweiten Soloabschnitt gitarrentechnisch verausgaben darf. Ich weiß nicht, ob der Mann die US Rocker POOBAH und deren Gitarristen Jim Gustafsson kennt, aber an dessen Arbeit auf dem 79er Meisterwerk "Steamroller" erinnert mich dieser Song hier gewaltig. Zufall, denke ich. "Demon Lover" macht seinem Titel alle Ehre, ist ungezügelt, brennt emotional an allen Ecken und setzt Dich als Hörer mit in Brand. Er peitscht und stößt Dich voran, bis er zum Ende hin langsam ausgeblendet wird. Fantastisch!

"Carnival of Memories" entpuppt sich als geradliniger Rocksong mit fetter Orgelbegleitung und cooler Melodie, der einen Mittelpart aus galloppierendem Gitarren - und Bassspiel, sowie treibenden Rhythmen und ein Duell von Orgel und Gitarre im typischen 70er Stil offenbahrt, die mal gegen -, mal miteinander spielen, bevor das Hauptthema wieder einsetzt. Und inzwischen hat Euch auch, sofern Ihr sie das erste Mal hört, Alans eigenwillige Stimme in ihren Bann gezogen.

"Leaving" ist wieder sehr ruhig, fließt beschaulich vor sich hin, bestückt mit einer unheimlich intensiven, traurigen Gesangsmelodie, welche Dir durch Mark und Bein fährt, so gefühlvoll haucht Alan sie ins Mikro. Doch diese Melancholie währt nicht über die gesamte Spielzeit, der ruhige Fluß des Songs wird langsam unruhiger, die Strömung nimmt zu, auch wenn sie wiederum abschwillt und einem Flötensolo, mehrstimmig eingespielt, Platz schafft, welches dann von einer cleanen Leadgitarre abgelöst wird. Als Hörer schwelgt man nun in diesem Meer aus betörenden Klängen. Was soll man nun erwarten? Einen sich zum Inferno steigernden Soundstrom? Oder eine gelassen vor sich hin treibende Fortführung des Grundthemas? Beides ist möglich, beide Wege wurden ja schon von den 70s Vorbildern des Meisters beschritten. Die Flöteneinlagen in "Leaving" haben es mir angetan, zu schön für diese Welt. Alan wählt den Weg des ruhigen Ausklanges für "Leaving". Sehr schön.

Einen ebenso ruhigen, wenn auch ungleich positiveren, weil nicht melancholischen Einstieg findet "News from the sun"´, bevor dann Wahwah Gitarre und das treibend - hypnotische Zusammenspiel von Bass und Schlagzeug Dich mit sich reißen. Über allem schwebt Alan mit seiner Gesangslinie. Einige ruhige Sekunden von sehr entspannter Schönheit finden ebenfalls ihren Weg in diesen Song, welcher sich zu einer All Time Psychedelichymne entwickeln kann. Schöne, warme Orgelsounds veredeln dieses Stück Rockmusik. Da schlägt es auf einmal um, ein neuer Part mit sehr hoffnungsvoll klingender, Aufbruchstimmung vermittelnder Melodie trägt Dein Gemüt sanft voran. Flöten und Orgeln schaffen eine einzigartig harmonische, mit kosmischer Liebe erfüllte Stimmung und Erinnerungen an einige jazzigere Rockbands aus England von 1970 / 71. Doch auch diese Passage muß weichen und ein spannungsgeladener Abschnitt folgt, der die Phase des Aufbruchs und den wilden Flug fort von dieser Realität mit packendem Orgel - / Gitarrenzusammenspiel und jazzig anmutenden Rhythmen darstellt, sich an Wildheit bis zum nächsten Break steigert, wieder an Intensität verliert, sich nochmals steigert und im Ursprungspart mündet, der das Ende der wunderbaren Klangreise markiert.

Wenn man auf psychedelischen Rock bis Hardrock abfährt, dann sollte man sich diese LP nicht entgehen lassen. Der opulenten Aufmachung und der Musik wegen ist sie jetzt schon ein Highlight 2005 und das obschon sie auch vor 35 Jahren hätte erschienen sein können. Alan Tepper hat viel von den britischen Lehrkräften wie BLACK WIDOW, PINK FLOYD oder der Canterbury Szene gelernt, unter anderem natürlich, aber er setzt sein Wissen und seine Inspirationen für sich selbt um, lässt seine eigenen Klangvisionen sich in herrlichen, sehr einprägsamen Songs mit starkem Charakter manifestieren, deren tiefe Atmosphäre Dich selbst bei den ruhigen Momenten schier erdrücken möchte. Es wird Zeit, daß er gebührend gewürdigt und mit Aufmerksamkeit bedacht wird. Nicht wenige Rockfans würden tierisch auf diese die Sinne erweiternde Musik abfahren, wenn sie nur von ihrer Existenz wüßten. Einen Schritt aus dem Kreise der Psychedelicinsider hinein in die große Rockwelt will ich der Band mit diesem Review abnehmen. More to follow...the count down is running...

 

Ragazzi Music

Zu Beginn der Aufnahmesessions für das neue Album "Paintings From Inner Space" traf Alan Tepper, Sänger, Gitarrist und Komponist von Fantasyy Factoryy (der Band mit dem perfekten Namen) auf den Maler Helmut Wenske, der ein bewegtes Leben abseits des großen Geldes und der Anerkennung als Künstler lebt. Seine Biographie "Scheiss drauf!" zeigt ein Leben gegen den Strich. Wenske hatte für Nektar Plattencover entworfen (A Tab in the Ocean, Sounds like this, Remember the Future) und jetzt schmücken gleich 4 seiner Bilder die Seiten des Fold-Out-Covers der neuen, auf 1000 Stück limitierten, nummerierten LP Fantasyy Factoryys.
Damit nicht genug, vertonte die Band in den 6 Songs die Gemälde, so ist die komplette Produktion eine Verneigung vor der Kunst Wenskes. Der Platte liegt ein LP-großes Blatt bei, das eine kurze Story über Helmut Wenske enthält und auf dem die technischen Daten der Aufzeichnung und die Songtexte abgedruckt sind.
Zu Fantasyy Factoryy gehören neben Alan Tepper Gene Dean (b) und W. Sweeren, der eigentlich Dr. Cosmos heißt, aber seiner aus einem Wenske Gemälde materialisierten Freundin Metamorpheus nicht sagen wollte, dass er hier Schlagzeug spielt und sich hinter dem neuen Namen versteckt. Zudem haben sich Rainer Opiela (fl) und Markus Dassmann (org) in je zwei Stücken verewigt.
Wie bekannt, spielen Fantasyy Factoryy in nahezu unveränderter Besetzung (na ja, die ersten Groupies sind tot, R.I.P.) seit 1967 melodischen Psychedelic Rock, der bis heute Old School geblieben ist. Gene Dean und W. Sweeren zaubern einen federnden, variablen Rhythmusteppich, entspannt und dynamisch zugleich, auf dem Alan Tepper sich zur Genüge austoben kann. Die Songs sind kein Stück soft, aber ziemlich unaufgeregt. Hier wird nicht Hölle gerockt. Obwohl Alan seine Gitarre in manchem Solo zu wilden Ausbrüchen treibt und das Trio in der Magie der heftigen Energie aufgeht, bleibt die Band auf dem Teppich. Die Vorliebe für alten Hardrock ist jeder Zeit herauszuhören. Sie zelebrieren die Ästhetik der guten alten Rockmusik, die von 1966 bis 1974 so manches Meisterwerk der Rockmusik auszeichnete.
Alan ist ein fantasyyvoller Gitarrist, der genüsslich auf den Tönen reitet, hier mal Hendrix grüßt und dort die Saiten schräg und rotzig klingen lässt. Seine eigentlich helle Stimme hat einen geheimnisvollen Ton, aber das habe ich ja schon einmal verraten... Das Trio ist so richtig gut bei der Sache, die haben sich schwer in die Arbeit vertieft.
Alan Tepper meint, dass in schwierigen Zeiten wie diesen nicht an der Qualität gespart werden sollte und so ist die LP mit dem Fold-Out-Cover reich ausgestattet. Zudem liegt das Frontcovermotiv als großes, dreifach gefaltetes Poster bei. Die Produktion ist rundum liebevoll und detailreich gestaltet worden, "Paintings From Inner Space" ist Augen- und Ohrenfreude. Das auch materiell gewichtige Vinyl kann ich nur unbedingt empfehlen!

 
Aural Innovations

Based in Germany, Fantasyy Factoryy play 70's influenced heavy Psychedelia and Progressive rock. The band is led by guitarist Alan Tepper who plays with psychedelicious passion, excelling at both trippy and acidic stylings. Keyboards and flute throughout the album help to inject a Prog rock feel into the music. Paintings From Inner Space is their 5th full length and is an LP only release (CD forthcoming) and is based on the paintings of artist Helmut Wenske, who did album covers for such 70's bands as Nektar and Dzyan, among others. Outstanding music housed in a gorgeous gatefold jacket, pressed on 180g vinyl, and includes an insert with lyrics and a giant poster. Numbered edition of 1000.
 
Twang Tone

Vor 11 Jahren gründete Alan Tepper die Band Fantasyy Factoryy in Geseke, einer Kleinstadt nahe Paderborn. Nicht unbedingt der Nabel der Rockwelt, und schon gar nicht ein Zentrum der Avantgarde in Kunst und Musik. Andererseits aber wohl ein guter Platz, um ungestört und unbeeinflusst sein ganz eigenes Ding durchzuziehen. Die späten 60er und frühen 70er Jahre sind die Bezugspunkte des Trios. Musik aus Großbritannien im Spannungsfeld von Psychedelia und Progressive Rock einerseits, der etwas konventionellere Krautrock aus der BRD der frühen 70er andererseits liefern den Nährboden für Alans Ideen und Kompositionen. Das Besondere an dieser neuen – der fünften regulären – LP ist das Konzept. Durch den Verleger und deutschen Science Fiction Connaisseur Werner Fuchs lernte Alan vor einiger Zeit Helmut Wenske kennen, der in den 70ern Cover für Nektar, Orange Peel, Dzyan u.a. malte. Underground Künstler und Enfant Terrible Wenske stellte Tepper vier Gemälde zur Verfügung, welche dieser für die vorliegende LP ver-tonte. Während die Bilder stark an den Surrealismus Dalis erinnern, ist die musikalische Palette weitreichender. Mit den sechs Songs baut Tepper einen Spannungsbogen auf, der bei dem verhaltenen beinahe folkrockigen „Escape“ beginnt und mit dem eher schon exaltierten Acid Rocker „News From The Sun“ endet. „Traveller“ weckt bei mir Erinnerungen an Paul Roland, der Ende der 80er für eine Art Gothic Psych stand, die absolut einmalig und unerreicht blieb. Und auch hier bleibt es eine vage Reminiszenz. Immerhin. „Demon Lover“ ist exzellenter Acid Rock, wie er von Stray z.B. gerne gepflegt wurde. Treibender Bass, rollende Drums, exquisite Gitarrenarbeit mit gekonntem Wah Wah Einsatz. Auf der zweiten LP Seite wird der Sound der Band um mindestens eine Dimension erweitert. „Carnival Of Memories“ bietet vortreffliche Duelle zwischen Hammond Orgel und elektrischer Gitarre. Bei „Leaving“ tritt noch ein Instrument hinzu. Alans akustische Gitarre wird von einer filigranen Flötenmelodie unterstützt. Und wieder erkundet die elektrische Gitarre höhere Ebenen, während die Rhythmussektion zuverlässig das Rückgrat des Songs bildet. „News From The Sun“ beginnt ruhig mit Flöte, steigert sich aber zu einem Parforce Ritt durch Tempi und Stile. Vom Folkrock zum Jazzrock zum Acid Rock zum Space Rock. Wie nicht anders zu erwarten ist die Aufmachung der Platte besonders edel. Hochglanz Klappcover, 180g Vinyl, Einleger auf festem Karton und schließlich ein Riesenposter des Covermotivs. Das ganze nummeriert und limitiert.
 
www.movimentiprog.net

Acid rock e surrealismo nel quinto lp di Alan Tepper

Prendete un chitarrista psichedelico: uno di quelli che premono il pedale e partono per altri mondi, soli cosmici ed esplorazioni dentro e fuori di sè.
Prendete un pittore visionario: uno di quelli che hanno immerso il loro inconscio putrido e magmatico nelle copertine dei dischi e che ancora oggi trasformano in colore i propri spettri. Prendete Alan Tepper e Helmut Wenske: il primo è il leader dei Fantasyy Factoryy, vera e propria psychedelic-factory con quattro stroboscopici lp all'attivo; il secondo è uno dei maggiori pittori surrealisti tedeschi, autore di copertine per Nektar, Steel Mill, Orange Peel e Dzyan nonchè illustratore di Sci-fi. Insieme hanno dato alla luce questo ottimo "Paintings from inner space": è il risultato di una vicendevole ispirazione, musica e pittura in un abbraccio lisergico.

I brani di Tepper non hanno struttura: giusto qualche testo per esprimere lo smarrimento dell'uomo dinanzi alle profondità del cosmo e del proprio inconscio, visitato attraverso gli acidi, la meditazione e le ferite inferte dall'arte, ferite che Wenske provoca con le sue tele influenzate da Dalì, liquide e grottesche.
La psichedelia dei FF è libertà, guitar-solo avventurosi ed esplorazioni nello spazio: prendete pezzi come "Escape", "Traveller" e "Leaving", con chitarre fluttuanti che si approno in assoli trionfali e memorabili, che guidano l'evoluzione dei brani fino a dissolversi. L'hard-blues di "Carnival of memories" riecheggia i migliori Deep Purple con il più classico dei duelli chitarra-organo (Markus Bassmann). Con "News from the sun" il finale si fa dolce, bucolico, influenzato dal folk dei Jethro Tull, con il flautista Rainer Opiela.

Con Tepper troviamo il bassista Gene Dean e il batterista Dr. Cosmos: un power trio che stavolta predilige i charoscuri, il sogno, la visione, tornando solo in parte (vedi la tonante "Demon lover") alle amate sonorità di Hendrix e Frank Marino, numi ispiratori del lungocrinito guitar-hero. Il disco alla nostra attenzione è un incantevole 33 giri: oltre il piacere del vinile nero e pesante abbiamo la possibilità di gustare le opere di Wenske, in particolare "Zeit", il tempo, un tema amato tanto dal Romanticismo quanto dalla psichedelia e dal prog.

Cuore, visioni, libertà: "Paintings from inner space" è un disco sincero e appassionato.